Online-Abzocker nutzen Google Adwords

Es ist einfach unglaublich welche Tricks sich Online-Abzocker einfallen lassen, um an das Geld allzu leichtgläubiger PC-Anwender zu kommen. In diesem konkreten Fall nutzen die Bauernfänger Google Adwords, um Internetuser auf ihre Webseite zu locken, um ihnen dort das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Test
Die Anzeige über den Suchergebnissen führt zur dubiosen Website vergrößern

Wer den Begriff „antivir“ in die Google-Suche eingibt, um sich z.B. die kostenlose Avira AntiVir PersonalEdition Classic herunterzuladen, erhält als Ergebnis etwa 15 Millionen Einträge. Über den Suchergebnissen prangt eine Anzeige, deren Link zur deutschen Version der Website mit der Domain 2008-link.com verweist.

Dort bietet der Anwender, dessen Identität mangels Impressum im Dunklen bleibt, einen kostenpflichtigen Abodienst für das kostenlose Antiviren-Programm. Registriert ist die Domain übrigens auf contactprivacy.com mit Sitz in Toronto, Canada.

Hier kann kostenlose Software kostenpflichtig abonniert werden
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Für ein Jahr Zugang zum Download des kostenlosen AntiVir sind z.B. 19,95 Euro fällig. Dazu gibt es mit SpyErazer, EasyTuning und Systerac XPTools sogar noch drei Tools, deren Nutzen allerdings mehr als fragwürdig sein dürfte. Sicherheitshalber hat der Anbieter gleich einmal 3 Jahre Zugang vorselektiert (ist mit 11,95 pro Jahr ja auch richtig preiswert) und hat Selbiges für die aufpreispflichtigen „ultra schnellen Downloads“ für ein Jahr vorgenommen, so dass man auf eine Gesamtsumme von 53,73 Euro kommt, die man gleich per Kreditkarte begleichen kann.

Die Werbung auf Google ist bekanntermaßen nicht kostenlos, aber offensichtlich fallen genügend Anwender auf diese Masche herein, so dass es sich für den Anbieter rechnet. Unglaublich genug!

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5 Reaktionen zu “Online-Abzocker nutzen Google Adwords”

  1. newstube.de

    Online-Abzocker nutzen Google Adwords

    Es ist einfach unglaublich welche Tricks sich Online-Abzocker einfallen lassen, um an das Geld allzu leichtgläubiger PC-Anwender zu kommen. In dem konkreten Fall, den ich in meinem PC-Firewall Security Blog beschreibe, nutzen die Bauernfänger Google …

  2. Dummer User

    Leider bin auch ich gerade darauf hereingefallen und habe vor dem download gemerkt, das hier nur die kostenlose AntiVir Software zur Verfügung gestellt wird.

    Ich habe auch direkt eine Mail geschrieben, das ich von dem Vertrag zurücktreten will, da aber die Kreditkarten Daten eingegeben sind, habe ich keine Ahnung, wie ich da jetzt am Besten vorgehe.

    Welche Möglichkeiten habe ich mit der Wiederspruchsfrist???

    Danke für jedwede Antwort.

  3. jwege

    Wenn Du eine Rechtsschutzversicherung hättest, wäre es jetzt an der Zeit sie in Anspruch zu nehmen.

    Sollte dies nicht der Fall sein, würde ich an Deiner Stelle mit meinem Kreditkarteninstitut sprechen und der Zahlung widersprechen. Zwar macht der Anbieter keinen Hehl daraus, dass er seine Dienste kostenpflichtig anbietet, andererseits enthält das Angebot weder ein Impressum noch eine Widerrufsbelehrung. Da beides zum Schutz der Verbraucher in Deutschland vorgeschrieben ist, gehe ich nicht davon aus, dass der Anbieter seine Zahlungsforderung hier durchsetzen kann.

    Es könnte sinnvoll sein, in diesem Fall den Rat einer Verbraucherzentrale in Anspruch zu nehmen. So ein Beratungsgespräch kostet zwar ein paar Euro, dafür kennen sich die Mitarbeiter in Sachen Online-Abzocke mittlerweile gut aus.

  4. Dummer User

    Danke für diese Information. Wie oft in solchen Fällen stehen die 20 € die ich bezahlt habe in keinem Verhältnis zum Aufwand, dagegen vorzugehen.

    Das hat diese Firma anscheinend absichtlich so aufgebaut. Wenig Geld von vielen Menschen macht auch etwas aus.

    Schön das es schon genügend Information zur ONLINE ABZOCKE im Internet gibt, die man ( ich) leider erst besucht, wenn man selber reingefallen ist.

  5. PC-Firewall Security Blog » Blog Archiv » Vermeintlich kostenloses AntiVirus 2008 lockt Anwender in Abo-Falle

    […] Ich hatte bereits im Januar über Online-Abzocker berichtet, die sich Google Adwords zunutze machen, um Internet-Usern mit fragwürdigen Angeboten das Geld aus der Tasche zu ziehen. […]

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